Heute möchte ich mal über Trauer, Tod und Verlust schreiben.
Klingt nicht sehr erfreulich, aber so schlimm wird es nicht, versprochen!
Als mein Vater gestorben ist, war ich noch recht jung, kein Kind mehr, aber auch nicht wirklich erwachsen. In meinen Büchern verarbeite ich solche Themen eigentlich nicht, aber da ich über das Leben generell, über die Liebe, Freundschaft, Beziehungen, Familie und vieles mehr in meinen Romanen schreibe, kommt es auch vor, dass jemand stirbt oder gestorben ist. Bisher war eigentlich immer Letzteres der Fall. Auch in meinem aktuellen Werk, das voraussichtlich im Januar erscheint und in dem ich Harry Conroys Geschichte erzählen werde, befasse ich mich mit diesem Thema. Schließlich hat ihm der Tod seines Vaters sehr zugesetzt, weil er eine enge Beziehung zu ihm hatte.
Dabei habe ich an eine Geschichte denken müssen, die ich schon vor etlichen Jahren veröffentlicht habe. Ich möchte also die Gelegenheit nutzen, auf ein Werk hinzuweisen, das ich unbedingt schreiben wollte, obwohl ich vermutete, dass es sich nicht gut verkaufen wird. Mein Schreibstil war damals bestimmt anders. Besser, schlechter – wer weiß das schon? Jedes Buch ist ein Stück Geschichte, meiner Geschichte als Autorin. Ich stecke in jeden Roman mein Herzblut hinein, egal, wie kitschig das jetzt klingen mag.
Die Story ist etwas schräg. Sie beginnt mit einer Entführung, wandelt sich dann in eine irre Reise quer durch Amerika und endet natürlich mit — wie könnte es anders sein? — LIEBE.
Das Buch enthält eine sehr emotionale Szene, an die ich heute noch manchmal denke: Der Moment, als Joesy es sich endlich erlaubt, den Tod ihres Vaters zu betrauern und die Gefühle aus ihr herausbrechen.
Wer es noch nicht gelesen hat, hier geht’s zum Buch.